Nachdem alle Passagiere auf der MSC Frauenchor eingecheckt hatten hieß es, „Leinen los!“ und es begann eine Reise durch das närrische Programm der Schwerdonnerstagsfete im Bürgerhaus Dachsenhausen.
Die gesamte Crew des Traumchorschiffs versammelte sich auf der Bühne um die Gäste mit humorvollen Liedern zu begrüßen. Die Kapitän/innen Sandra und Andrea hießen alle willkommen, kündigten aber zu Beginn eine Rettungsübung an, die zum Pflichtprogramm gehört, damit jeder weiß, wie er sich im Ernstfall zu verhalten hat. Nach dieser Übung, die sehr chaotisch verlief, wünschte sich wohl jeder, dass der Ernstfall nie eintreten wird.
Danach eröffneten zwei Tanzgruppen der SG Dachsenhausen, Trainerinnen Julia May und Linda Sprenger, das Programm. Es begannen die Marschmädels mit einem Gardetanz der schon sehr begeisterte, gefolgt von der Showtanzgruppe „Echte Fründe!“ Sie wirbelten, mit artistischen Einlagen und Hebefiguren über die Bühne, daß dem Publikum der Atem stockte und zu tosendem Applaus hinriss. Auch die anderen Tänze, die im Laufe des Abends gezeigt wurden standen, was Leistung und Kostüme betraf, in nichts nach. „Tanz dich ins Glück“ hieß die Show , die von der „Ü-30 for ever-Tanzgruppe“ auf der Bühne gezeigt wurde, denn als Schornsteinfeger und als Tänzer/innen waren sie ein echter Blickfang. Sie wurden trainiert von Christina Schneider und Christiane Singhof. Das Thema Seefahrt wurde von der Tanzgruppe des Frauenchores aufgegriffen. Sie zeigten „Unter und über dem Meer“ dass sie nicht nur singen können, sondern auch sehr viel Rhythmus in den Beinen haben. Einstudiert wurde der Tanz von Carina Meuer. Ein weiterer Höhepunkt des Programms waren die „Dachsboys“ sie sind, mit ihrer Trainerin Martina Bornwasser, schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Programms. In diesem Jahr brachten sie mit „Italienischer Sehnsucht“ südländisches Flair ins Bürgerhaus. Sie zeigten dem begeisterten Publikum, vor allem den Frauen, dass aus Dachsenhäuser Männern auch feurige Italiener werden können. Bei allen Tänzen verlangte das närrische Publikum nach einer Zugabe, die auch gerne gewährt wurde.
Aber auch „Dachsgirls“ waren auf der Bühne zu erleben. Ein kleiner Chor, der seine Welttournee unterbrach, um die Gäste auf dem „Chor-Traumschiff“ zu unterhalten. Sie sangen ein Schlager-Medley aus den 60er und 70er Jahren, das wohl jeder närrische Fahrgast mitsingen konnte.
Auch das gesprochene Wort sorgte für viel Gelächter. So hatte die Kapitänin Sandra mit ihrer Vorstandscrew die An – und Absagen immer in kleine Sketche oder lustige Zwiegespräche verpackt. So wollte Smutje Annette immer wieder seine selbstgebackene Torte an den Mann bringen, wurde aber immer weggeschickt, weil die Torte erst zum Schluss als Höhepunkt serviert wird.
„Auf`m Amt“, lautete der Titel des ersten Sketches, gespielt von Brigitte Ruppmann, Marlene Müller und Tanja Scholz. Ein, schon über 70 Jahre verheiratetes Ehepaar ging zur Anwältin um sich scheiden zu lassen. Warum jetzt erst, fragte diese. Die Antwort: Wir wollten warten bis die Kinder im Pflegeheim und versorgt sind!!!
Dann ging Monika Schnorr in die Bütt. Sie berichtete von ihren Erlebnissen mit dem „Frauenchor auf Weltreise.“ Jeder, der schon einmal mit einem Chor auf Reisen war weiß, dass es danach sehr viel zu erzählen gibt. „Immer dabei, ich erinnere mich! — De Winfried, de Frauenchor, et Sandra un ich!“
Auch das Dorfgeschehen ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Schwerdonnerstagsfete. Wie es der Zufall so will, trafen sich Birgit Meuer, Roswitha Ensel, Astrid Dany, Angelika Guglielmino und Anneli Schumacher auf dem Schiff. Da gab es natürlich viel Gesprächsstoff über die Geschehnisse im Dorf. Da war unter anderem der, von Christo verhüllte Kirchturm, der schon so lange versprochene Supermarkt und natürlich auch der Bürgermeister im Gespräch. Aber auch ein Heiratsschwindler, der sich plötzlich als italienischer Casanova zu den Damen gesellte, trieb auf dem Schiff sein Unwesen. Doch die Frauen durchschauten ihn sehr schnell und entlarvten ihn als den Dachsenhäuser Olaf Harlos.
Dann gab es ein musikalisches Sportprogramm mit Pia Hempfling. Sie kam extra aus Oberfranken angereist, um bei der Schwerdonnerstagsfete dabei zu sein. Sie brachte mit afrikanischen Rhythmen die ganze Halle in Bewegung.
Ein weiterer Programmpunkt, auf den viele schon gewartet hatten, kündigte sich an:
Karl Heinz und Hiltrud! Hiltrud stellte fest, daß eine Todesanzeige von ihrem Karl Heinz im Blättchen stand. Oh je, ein Irrtum! Sofort mussten alle Bekannten, Freunde und Verwandte angerufen werden, um die Sache aufzuklären. Verwicklungen, die im Saal Lachsalven auslösten, waren vorprogrammiert
Auch der König von Mallorca ließ sich die Reise auf dem Traumchorschiff nicht entgehen. Er berichtete vor allem aus seiner Jugendzeit. Die Erinnerung an die Eis am Stiel Sorten wie das Ed v. Schleck oder der Flutschfinger, waren in seinem Gedächtnis noch sehr lebendig. Es war eine sehr humorvolle Büttenrede von Mike Weiland, die auch bei den närrischen Passagieren die Erinnerung an die eigene Kindheit wieder wach werden ließ.
Die Vorstandscrew versammelte sich noch einmal auf der Bühne, denn Smutje Annette Fries sollte zum Schluss, wie es sich bei einer Schiffsreise gehört, die Torte servieren. Doch leider war nur noch die Dekoration übrig. Die Dachsboys hatten sich wohl hinter der Bühne darüber hergemacht – schade!
„Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“ Wenn dieses Lied vom Chor, der sich mittlerweile wieder auf der Bühne eingefunden hatte, erklingt, ist wirklich Schluss mit`m Programm. Die beiden Kapitäninnen bedankten sich noch bei allen Aktiven und Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen wäre. Mit dem umgetexteten „Wellerman“ verließ der Chor die Bühne und die Lorcher Schloßberg – Musikanten übernahmen, denn der Abend war noch lange nicht zu Ende. Helau!